Kategorie: Allgemein

Gesundheit statt Profit startet auf Radio Z

Der Name, den das neue politische Gesundheitsmagazin auf der 95,8 bei Radio Z trägt ist kein kompletter Zufall. Die Initiative Gesundheit statt Profit ist Kooperationspartnerin und steht der Redaktion beratend zur Seite.

Im Vordergrund der ersten Ausgabe von „Gesundheit statt Profit“ vom 26.10. steht der Streik der Klinikbeschäftigten. Das besondere an der neuen Sendereihe ist, dass nicht PolitikerInnen und hochbezahlte Experten über die Verhältnisse im Gesundheitssystem sprechen, sondern diejenigen, die sich Tag für Tag mit Profitdruck und Überlastung im Gesundheitswesen auseinandersetzen müssen, weil sie in Kliniken arbeiten.

So berichten in der Sendung vom Oktober Beschäftigte der Servicegesellschaft und des Klinikums Nürnberg über Arbeitsverhältnisse und Unterbezahlung und wir hören zahlereiche O-Töne und Reden von den Streikdemos.

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Geschichtssendung Zwischenfälle über den Klinik-Streik

Die Sendung Zwischenfälle bei Radio Z, die sich normalerweise mit historischen Ereignissen befasst, hatte in ihrer aktuellen Ausgabe unter dem Titel „Und wehe wir streiken“ Anja und Inge von der Initiative Gesundheit statt Profit per Video zugeschaltet. Und so geht es in dem Hörbeitrag, den man komplett auf der Webseite der Sendung downloaden kann, nicht nur um Spitäler und Pesthäuser des Mittelalters, sondern um die ganz frische Geschichte eines starken Streiks im aktuellen Tarifkampf, in der die Klinikbeschäftigten eine zentrale Rolle spielten.

„Es war ein gutes Gefühl zusammen zu stehen und zu streiken“, sagte Anja im Interview mit Nadja Bennewitz und Michael Liebler, „und ich bin überzeugt, dass es jetzt erst so richtig anfängt mit weitergehenden Forderungen und einer weitergehenden Mobilisierung.

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GesundheitsarbeiterInnen im Warnstreik

Ungewöhnlich kämpferisch zeigen sich die Beschäftigten in den Kliniken und in der Pflege im aktuellen Arbeitskampf. So sind 1000e in Bremen, Augsburg, Stuttgart, Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt und vielen anderen Städten im Ausstand. Auch hier in der Metropolregion sind sie stark wie nie, streiken und sind lautstark auf den Straßen

Einige Szenen aus den vergangenen Tagen…

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Klinik Nürnberg verunsichert PatientInnen und Angehörige mit Klassenkampf aus der Chefetage

Pressemitteilung der „Initiative Gesundheit statt Profit“ vom 13.10.2020

Gebetsmühlenartig wiederholt derzeit die Leitung des Klinikums Nord Vorwürfe gegen streikendes Klinikpersonal und die Gewerkschaft ver.di, die Streikmaßnahmen würden dazu führen, dass das Patientenwohl nicht mehr gesichert werde könne.

Klinikbeschäftigte, die sich der Initiative Gesundheit statt Profit angeschlossen haben und sich selbst im Streik befinden, berichten, dass die Äußerungen der Chefärzte bei den KollegInnen ungeheure Empörung auslösen.

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Ambulanz für politische Demenz

30.09., 14 Uhr 30, Rathausplatz Nürnberg: Wir erinnern Marcus König an sein Versprechen, die Service-Gesellschaft wieder ins Nürnberger Klinikum einzugliedern.

Es ist März 2020, kurz vor der Kommunalwahl: Auf der Diskussionsrunde der Oberbürgermeister-Kandidatinnen und Kandidaten wird Marcus König gefragt, ob er eine Wiedereingliederung des Servicebetriebs ins Klinikum Nürnberg befürwortet. Diese Frage beantwortet er mit ja.

September 2020: Herr König ist inzwischen seit über einem halben Jahr Oberbürgermeister, die Kolleginnen und Kollegen des Servicebetriebs hingegen warten noch darauf, dass der Ankündigung auch konkrete Taten folgen. Wieso ist das ein Problem?

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Demo gegen eine falsche Gesundheitspolitik

Am Mi, den 30.09. tagt die GesundheitsministerInnenkonferenz in Berlin. Gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di und anderen Gruppen, die sich für eine Gesundheitspolitik einsetzen, welche den Menschen in den Mittelpunkt stellt, fordern wir: Genug Personal! Bessere Bezahlung! Abschaffung der Fallpauschalen! Ein Krankenhaus, eine Belegschaft! Wir demonstrieren am 30.09. am Gewerbemuseumsplatz um 17:30 Uhr.

Die Unfähigkeit der Politik, aus der Coronakrise die naheliegenden Schlüsse zu ziehen, zeigt sich auf Bundesebene ebenso wie auf lokaler.

Die Coronakrise sollte die Augen dafür geöffnet haben, dass die Gesellschaft die Kontrolle über das Gesundheitssystem mit allen seinen Bestandteilen nicht den Marktgesetzen überlassen darf, wenn sie den Kampf gegen eine Pandemie gewinnen will. Die Umgestaltung des Gesundheitssystem zu einem nach den Bedürfnissen der Menschen, der Patienten und der Beschäftigten wäre die angemessene Antwort auf die gegenwärtige Bedrohung durch die Pandemie.

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ISA-Kneipe zum Stand der Kampagne gegen ein profitorientiertes Gesundheitssystem

ISA-Kneipe Sa. 01.08., Stadteilladen Schwarze Katze, Untere Seitestr. 1, Nbg. ab 20 Uhr. Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht ab 19 Uhr. Zum Stand der Kampagne und der  bundesweiten Bewegung. Ideen sammeln  für weitere Aktivitäten.

Mitten im Lockdown, Ende April, startete die ISA, zu diesem Zeitpunkt unterstützt von einem guten Dutzend Menschen, Aktionen gegen ein profitorientiertes Gesundheitswesen. Es hat sich inzwischen die Initiative Gesundheit statt Profit gegründet, die aus Beschäftigten und anderen kritischen Menschen besteht, politische Gruppen und Organisationen beteiligen sich, es gab 4 Kundgebungen vor dem Klinikum Nord.

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Genug von leeren Versprechungen

In ihrer Rede am 18.07.2020, machte eine Kollegin aus dem Klinikum Nürnberg deutlich, dass das Bild eines Gesundheitssystems, das allen Anforderungen gewachsen sei, eine freche Lüge ist, die angesichts der Pandemie der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Wir dokumentieren ihre Rede im Wortlaut.

Wir sind auch heute wieder hier und wir sind auch heute wieder laut. Wir wollen uns weder mit Applaus, noch mit einem Pflegebonus abspeisen lassen. Schon gar nicht, wie es allen Ernstes in Rheinland Pfalz passierte: von der Regierung mit Lavendel pflanzen ruhigstellen lassen.

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4. Kundgebung gegen Pflegenotstand und profitorientiertes Gesundheitssystem

Zum vierten Mal wurde die Initiative Gesundheit statt Profit am 18. Juni in Nürnberg aktiv. Mit der von der Initiative solidarischer ArbeiterInnen mitorganisierten Kundgebung vor dem Klinikum Nord, an der sich ca. 70 Menschen beteiligten, wurde erneut auf die Krise des Gesundheitssystems aufmerksam gemacht, die nicht von einem Virus verursacht wird, sondern logische Konsequenz eines profitorientierten Gesundheitssystems ist.

Vor allem die Abschaffung des Systems der Fallpauschalen, das die individuellen Bedürfnisse von Patienten missachtet und den Klinik-Beschäftigten eine mangelhafte Betreuung aufzwingt, stand im Vordergrund des Protests. Mit ihrer Aktion setzten sich die TeilnehmerInnen aber auch für mehr Personal, gute Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen ein. Damit unterstützt die Initiative Gesundheit statt Profit langjährige Forderungen für Entlastung und nach Maßnahmen gegen den Pflegenotstand.

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