Kategorie: Allgemein

Stoppt Nazipropaganda – Solidarität statt Holocaust-Verharmlosung

Der 20.08.2022 ist der 75. Jahrestag der Urteile gegen Nazi-Ärzte für ihre Beteiligung an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie hatten grauenhafte Menschenversuche und Morde an Kranken durchgeführt. An diesem Tag ruft ein rechtes Bündnis zur Kundgebung in Nürnberg auf. Das Motto lautet „Nie wieder Zwangsmedizin“, wodurch aktuelle Impf- und Coronapolitik mit den Naziverbrechen gleichgesetzt wird. So wollen sie den Nationalsozialismus verharmlosen.

Mit dabei ist unter anderem auch „Zentrum Gesundheit & Soziales“, ein Ableger der dem ultrarechten Spektrum zugehörigen Pseudo-Gewerkschaft „Zentrum“. Mit dieser Gründung wollen die Rechten Verwirrung stiften und die GesundheitsarbeiterInnen spalten, die in der vergangenen Zeit starke Kämpfe für ein solidarisches Gesundheitssystem jenseits der Profitorientierung führten.

Gemeinsam mit vielen anderen wollen wir am 20.08. den Rechten entgegentreten und ihnen die Suppe versalzen. Was ist der richtige Gegenkurs gegen neurechte Verwirrungsstrategien im Gesundheitswesen und anderswo? Was können wir konkret tun? Das diskutieren wir am Samstag den 06.08. 2022 im Rahmen der ISA-Kneipe.

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„Der marktgerechte Mensch“. ISA-Kneipe am Samstag, 2. Juli mit Filmvorführung

2. Juli 2022, 20 Uhr
Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstraße 1, Nürnberg

Von den Machern des Films ,Der marktgerechte Patient‘. Die Autoren zeigen die schöne neue Arbeitswelt des modernen Kapitalismus. Sie beobachten wie sich die Verschärfung des Wettbewerbs immer stärker auf den Einzelnen verlagert, was häufig zu Entsolidarisierung der Beschäftigten führt. Depression und Burnout machen Menschen, die an dieser Last und Unsicherheit zerbrechen, das Leben zur Hölle.

Doch dieser Wahnsinn ist nicht alternativlos. Der Film stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften, Beschäftigte von Lieferdiensten, die einen Betriebsrat gründen und die Kraft der Solidarität von Menschen, die für einen Systemwandel eintreten. „Der marktgerechte Mensch“ ist ein Film, der den asozialen kapitalistischen Normalzustand hinterfragt, Mut machen will, sich einzumischen und zusammenzuschließen. Denn ein anderes Leben ist möglich.

Ab 19 Uhr: Kneipenöffnung und Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht.

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Heraus zum Tag der Pflege 2022 – Fahrraddemo durch Erlangen

  • Fahrraddemo am 12.05. in Erlangen, 16 Uhr, Schlossplatz
  • Zugtreffpunkt in Nürnberg, 15:15, Gleis 4

Nach all dem Applaus, nach all dem Gerede von Systemrelevanz, hat sich im Gesundheitswesen nichts zum Besseren verändert. Wir sind wütend. Viele Kolleg innen haben Krankenhäuser und Pflege verlassen. Wir arbeiten weiter, immer wieder an der Grenze unserer Belastbarkeit. Oft alleine auf einer Station, immer mit dem Gefühl nicht das Notwendigste getan zu haben. Immer wieder ohne die notwendige Anzahl von Kolleginnen.

Doch deutschlandweit stehen Pflegekräfte auf und kämpfen: Für sich, für die Patient innen, für ein besseres Gesundheitssystem. Für Entlastung. Zuletzt in Berlin und aktuell in NRW. Gesundheitsarbeiter*innen organisieren sich gewerkschaftlich und streiken.

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ISA-Kneipe im Mai: Endspurt! Arbeitskampf Soziales und Erziehung

Die Tarifverhandlungen im Bereich Erziehung und Soziales gehen in die dritte Runde. Wir blicken zurück welche Aktionen bisher gelaufen sind und sprechen vor der anstehenden Verhandlungsrunde über weitere Möglichkeiten des Arbeitskampfs.

Wir laden euch herzlich ein vorbei zu kommen:

Samstag, 07. Mai, Stadteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstraße 1
Öffnung ab 19:00
Thematischer Teil 20:00

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Film: Die Angst wegschmeißen

02.04.2022, 20 Uhr, Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1

In unserer ISA-Kneipe am 02. April zeigen wir einen spannenenden Film von Labournet.tv über die Organisierung und den Kampf migrantischer ArbeiterInnen in Italien.

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.

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Kundgebung: Kostenlose Kinderbetreuung statt Kita-Gebührenerhöhung!

Eltern und Erzieher*innen protestieren: Do., 03.03.2022, 17 Uhr, Nürnberg, Rathausplatz

Die Stadt Nürnberg will erneut massiv Betreuungssgebühren für Kindertagesstätten erhöhen. Sie leitet damit staatliche Zuschüsse, die Eltern seit 2019 für die Kita erhalten, in die Stadtkasse um. Eltern und Erzieher*innen sind gleichermaßen empört. Sie fordern die Rücknahme der Beschlüsse zur Kostenerhöhung sowie personelle Entlastung.

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ISA-Kneipe 05.03.: Arbeitskampf und Solidarität

05.03.2022, ab 19 Uhr, Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1

Nicht erst seit Corona arbeiten viele ArbeiterInnen im Erziehungs- und Sozialbereich am Limit. Seit Jahren gibt es daher die Forderungen nach Entlastung und Aufwertung des Berufs. Dies wurde von den kommunalen ArbeitgeberInnen zu Beginn der aktuellen Tarifrunde arrogant und kategorisch abgelehnt. Nun wird es bundesweit zu Streiks kommen, so auch in Nürnberg.

Bereits im Vorfeld gab es massive Unterstützung durch verschiedene linke und (queer-)feministischen Gruppen und Organisationen. Kämpferische gemeinsame Aktivitäten bis hin zum Streik sind rund um den 8. März geplant. Doch auch danach wird Solidarität notwendig sein.

Mit welchen Aktivitäten können wir die ArbeiterInnen im Erziehungs- und Sozialbereich unterstützen? Dies wollen wir mit euch diskutieren.

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Aktionskneipe: ErzieherInnen am Limit – es reicht!

Aktionskneipe für ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen. Samstag 05.02., 20 Uhr, Untere Seitenstraße 1 im Stadtteilladen Schwarze Katze, Gostenhof.

Im Februar gibt es neue Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die meisten KollegInnen in Kitas und allen anderen sozialen Projekten arbeiten schon längst am Limit. Die Pandemie hat das noch verstärkt. Es muss sich endlich etwas ändern an der viel zu schlechten Bezahlung, zu wenig Personal, der Ausbeutung in der Ausbildung und vielem mehr.

Wenn wir etwas erreichen wollen müssen wir selber Druck machen und zwar gewaltig. Am Samstag den 05.02. wollen wir im Rahmen einer Aktionskneipe Aktivitäten vorbereiten, mit denen wir an die Öffentlichkeit gehen. Wir tauschen Informationen aus, diskutieren Forderungen, entwickeln Aktionsideen, malen Plakate und connecten uns.

Gebt euch einen Ruck und sagt es weiter: Samstag 05.02., 20 Uhr, Untere Seitenstraße 1 im Stadtteilladen Schwarze Katze.

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Feministisch streiken – eine Diskussion

Mittwoch, 03.02. 2022, 19 Uhr: Online-Diskussion über die feministischen Perspektiven sozialer Bewegungen und Gewerkschaften. Wie ein feministischer Streik in der BRD die Ebene der Symbolik verlassen, eine wirkliche Stärke erreichen und eine echte Veränderung der Gesellschaft voranbringen kann.

Gewerkschaftlich und autonom organisierte Frauen und Flinta*s (Frauen, Lesben, Inter*-,Non-binary, Trans* und Agender Personen) laden ein zur Diskussion mit Yanira Wolf, Feministin und ver.di-Sekretärin in Berlin und werden darin von der Initiative solidarischer ArbeiterInnen unterstützt.

Es geht um die Entwicklung solidarischer feministischer Perspektiven von sozialen Bewegungen und Gewerkschaften rund um den 8.März und im Zusammenhang damit, um die anstehende Tarifrunde im Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste im Frühjahr.

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ISA-Kneipe im Dezember: Linke Bewegungspraxis und Gewerkschaft

Bild oben: Gründung des DGB 1949, Quelle Bundesarchiv

Diskussion im Rahmen der ISA-Kneipe am Sa, den 04.12.2021, 20 Uhr, im Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstraße 1, 90429 Nbg.

Gewerkschaftliche und politische Kämpfe werden in Deutschland stark getrennt voneinander betrachtet. Das hat auch geschichtliche Gründe. Ein Misstrauen vieler „Bewegungslinker“ gegenüber der Gewerkschaften rührt aber auch daher, dass der deutsche Staat gewerkschaftliche Aktivitäten gesetzlich regelt wie kaum ein anderer und so den ökonomischen Klassenkampf erfolgreich einhegt.

  • Haben radikal linke Positionen, die den Klassenkampf aktiv führen wollen, in den Gewerkschaften überhaupt eine Chance?
  • Sollen wir als Linke besser vermeiden, mit Gewerkschaften zusammenzuarbeiten?
  • Sollen wir neue gründen, oder vorhandenen Nicht-DGB-Gewerkschaften beitreten?
  • Sollte man andersrum vielleicht besser linke Bewegungspraxen in die gewerkschaftlichen Kämpfe einbringen? Oder gibt es am Ende bereits eine solche Entwicklung?

In unserem politischen Alltagskampf sind dies längst keine abstrakten Fragen mehr. Vom Frauenstreik am 8. März bis zur Bewegung gegen Klimawandel tauchen sie immer wieder auf.

Das wollen wir mit euch diskutieren.

 

 

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